Alle lieben Fondue!

Wer eine Idee für ein gemütliches Essen mit Freunden sucht, dafür aber nicht stundenlang in der Küche stehen möchte, für den ist ein Fondue genau das Richtige. Wir erklären Ihnen hier nicht nur die verschiedenen Fondue-Arten, das wichtigste Zubehör sondern geben auch nützliche Geling-Tipps und clevere Einkaufs-Tricks.

Die verschiedenen Fondue-Arten

Beim Fondue werden ganz einfach mundgerechte Lebensmittel an einem Spiess in eine erhitzte Flüssigkeit getunkt. Vor allem an Weihnachten und bei der Silvester-Party macht sich ein Fondue perfekt. Die einzige Schwierigkeit ist, sich zu entscheiden, welches es sein soll. Da gibt es das klassischen Käsefondue, das Fleischfondue mit Öl oder Bouillon, Fischfondue und sogar ein süsses Schokofondue. Aber seien wir ehrlich, letzteres passt eigentlich immer.

Das Käsefondue

Kaesefondue mit Brot

Der Schweizer Klassiker ist das älteste Fondue und einfach zubereitet. Verschiedene Käsesorten werden im Keramik-Fonduetopf, auch Caquelon genannt, mit etwas trockenem Weisswein und einem Schuss Kirschwasser geschmolzen. Eine aromatische und beliebte Käsekombination ist Gruyère, Vacherin, Appenzeller und Emmentaler. Auch Beaufort, Comté und Emmentaler schmecken angenehm würzig. Gewürzt wird kurz vor dem Servieren mit Muskat und frisch gemahlenem Pfeffer. Jetzt ist das Fondue bereit und Sie können nach Herzenslust Weissbrotwürfel eintunken. Seltener werden auch Gschwelti in den Käse getunkt.


Damit der Käse schön geschmeidig und flüssig bleibt, brauchen Sie aber einen Rechaud. Das ist ein kleiner Feuerofen, der mit Brennpaste gefüllt ist. Drauf steht das Käsefondue und Sie müssen stetig umrühren, denn sonst brennt der Käse an oder er trennt sich vom Wein. In der Fachsprache heisst das auch, dass sich das Fondue geschieden hat. Damit das nicht passiert, rühren Sie am besten etwas Mais-, Kartoffel- oder Reisstärke unter. Schon passiert? Dann retten Sie ihr Käsefondue ganz einfach, indem Sie kräftig in Form einer Acht umrühren und wieder etwas Stärke zugeben. Kleine Warnung vorab: Leicht verdaulich ist so ein Käsefondue nicht. Deshalb trinken Sie zwischendurch einen Tee. Dazu reichen Sie am besten Beilagen, die etwas leichter sind. Kleine Essiggürkchen, eingelegte Silberzwiebeln, Mixed Pickels, Maiskölbchen und Oliven sind perfekt. Aber auch frische grüne Salate mit Bündner Fleisch, Weintrauben und Obstsalate schmecken fein.


Tipp: Reiben Sie das Caquelon mit einer halbierten Knoblauchzehe aus. Das gibt Extra-Aroma. Damit das Fondue die richtige Konsistenz bekommt, sollte der Käse möglichst fein gerieben werden. Ein Spritzer Zitronensaft verstärkt die Cremigkeit.

Das Fleischfondue

Fleischfans schwören darauf! Ob es daran liegt, dass sie sich entscheiden können, ob sie ihr Fleisch in heissem Fett, also Öl, oder Boullion garen können? Für ein Fondue bourguignonne verwenden Sie ein hocherhitzbares und geschmacksneutrales Sonnenblumen- oder Rapsöl. Alternativ können Sie auch zu Kokosfett greifen. Finger weg von Butter, Margarine oder kaltgepressten Ölen! Füllen Sie den Topf maximal zur Hälfte mit dem Fett und erhitzen Sie es auf maximal 180 Grad. Das Fondue chinoise ist die kalorienarme Alternative zu Fettfondues. Die Gemüse-, Hühner- oder Rinderbouillon sollte schön kräftig sein, damit sie ihr Aroma ans Fleisch weitergeben kann.


Ob gekörnte Bouillon oder edler Fond: Das ist Geschmackssache. In der Bouillon gart das Fleisch aber langsamer und schonender. Sie können die Bouillon sogar nachwürzen: Mit frischen Kräutern wie Estragon, Thymian oder Rosmarin, mit Knoblauch oder auch mit Wein oder einem Schuss Weinbrand. Je nach Laune und Geschmack sind zarte Filetstücke, von Rind, Schwein, Lamm und Geflügel perfekt für das Fondue geeignet. Für das Fondue chinoise werden die Stücke am besten dünn aufgeschnitten. Beim Fondue bourguignonne können die Stücke ruhig etwas größer, in mundgerechte Stücke geschnitten werden. Sparen Sie Geld, indem sie Fleisch am Stück kaufen und selbst zuschneiden! Am besten schmeckt das Fleisch wenn es vor dem Garen Zimmertemperatur hat. Holen Sie es also rechtzeitig aus dem Kühlschrank und tupfen Sie es vor dem Garen gut trocken, damit das heisse Fett nicht spritzt. Als Beilage für ein Fleischfondue sind natürlich köstliche Saucen unersetzlich. Saurer-Halbrahm-Dips, Mayonnaise, Sauce Hollandaise, Sojasauce, süss-saure und fruchtige Chutneys oder Tomatenketchup und Chilisauce sind ideal. Wie beim Käsefondue sind auch kleine Beilagen wie eingelegtes Gemüse, zum Beispiel Maiskölbchen, Gewürzgurken, und frische Salate eine gute Wahl, die für Abwechslung auf dem Teller sorgen. Auch Brot wird gern dazu gegessen. 


Tipp: Sie können das Fleisch über Nacht in einer Marinade einlegen. Beim Poulet solle immer beachtet werden, dass das Poulet-Fleisch getrennt von anderem Fleisch gelagert wird. Zudem sollte Poulet nie roh auf den gleichen Teller gelegt werden, von dem man später isst.

Fleischfondue

Das Fischfondue

Besonders edel und eine Delikatesse ist das Fischfondue. Das Filet festfleischiger Fische wie Lachs, Steinbeisser, Rotbarbe, Heilbutt, Dorade, Thunfisch und Zander wird in heissem Fischfond gegart. Auch Garnelen schmecken sehr gut.


Tipp: Dips mit Meerrettich passen sehr gut dazu.

Das Schokofondue

Erdbeere in Schokoladenfondue

Hier geraten Schokoladenfreunde und Kinder regelrecht ins Schwärmen. In die schonend geschmolzene Schokolade lassen sich allerlei Leckerbissen tunken: Frische Früchte wie Äpfel, Erdbeeren, Ananas, Mango und Honigmelone, getrocknete Früchte wie Feigen, Aprikosen, Cranberries, Datteln oder Kirschen sind der Renner als Dessert. Sogar Kekse, Marshmallows und Waffeln nehmen gern ein Bad in flüssiger Schokolade. Verwenden Sie am besten Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil. Diese wird dann fein gehackt und mit flüssigem Schlagrahm sanft unter Rühren erwärmt.


Tipp: Rühren Sie die Schokolade mit einem Schneebesen um, damit sie keine Klümpchen bekommt.

 

Fondue ohne Alkohol und weitere Gelingtipps

Es gibt allerdings einige Dinge bei Fondues zu beachten. Wenn Sie zum Beispiel eine grössere Runde mit mehr als 6 Personen planen, dann sollten Sie besser einen zweiten Fonduetopf einplanen. Haben Sie genug Brennpaste vorrätig? Clever: Als Notlösung tut es übrigens auch eine elektrische Kochplatte mit einem Kochtopf. Sieht zwar nicht so schick aus, erfüllt aber seinen Zweck und ist im Prinzip nichts anders als ein elektrisches Fondue. Wichtig, falls Kinder mitessen: Die meisten Fondues enthalten Alkohol. Doch es ist ganz leicht, den Alkohol wegzulassen, denn es gibt zahlreiche Alternativen. So wird beim Käsefondue der Wein einfach durch Milch ersetzt. Etwas Tomatenmark und Zitronensaft erhält die Cremigkeit. Beim Fondue mit Brühe, beim Fischfondue und sogar beim Schokofondue können Sie den Alkohol sogar ersatzlos weglassen. So können auch die Kleinen wunderbar mittunken. Zuletzt noch ein gutgemeinter Ratschlag, der für alle Fondues gilt: Vorsicht, heiss: Erhitzen Sie Käse, Fett und Co. immer langsam, damit sich niemand verbrennt! 

 

Beim Fondue Bouillon lässt sich natürlich auch auf Fisch, Fleisch und Co. verzichten, denn Fondue ist auch was für Vegetarier. Zum Beispiel Pilze und Gemüse lassen sich sehr gut im Fondue zubereiten. Fürs Fondue bouguignonne können diese auch vorher in Bierteig getunkt werden, so werden sie besonders knusprig.